Selbständige, Angestellte, Beamte –
Für wen ist eine Private Krankenversicherung sinnvoll?

 Private Krankenversicherung BeamteNur unter bestimmten Bedingungen ist ein Wechsel in eine Private Krankenversicherung möglich. Selbständige, Freiberufler und Beamte haben grundsätzlich die Möglichkeit in eine PKV zu wechseln, während das Einkommen bei Angestellten oberhalb der Versicherungspflichtgrenze liegen muss. Angestellte, deren Verdienst unterhalb der Versicherungspflichtgrenze liegt, sind grundsätzlich zu einer Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse verpflichtet.

Selbständige und Beamte können unabhängig vom Einkommen in die PKV wechseln.
Bei Selbständigen, Freiberuflern und Beamten spielt das Einkommen hingegen keine Rolle, da das Sozialversicherungsrecht diesen Berufsgruppen grundsätzlich die Wechselmöglichkeit in eine Private Krankenversicherung einräumt.

Bei Beamten gilt es mit der Beihilfe noch einen weiteren Faktor zu beachten. Diese ist in der Regel nur auf den Krankenversicherungsbeitrag anrechenbar, wenn sich ein Beamter für eine Private Krankenversicherung entscheidet. Bei einem Verbleib in einer gesetzlichen Krankenkasse wird für Beamte, wie bei Selbständigen und Freiberuflern, der komplette Beitrag zur gesetzlichen Krankenkasse fällig. Wechselt der Beamte allerdings in einer PKV gilt es lediglich die verbleibenden sog. Restkosten zur Beihilfe abzusichern. Die Beihilfe beteiligt sich an den Krankheitskosten und wird vom Bund bzw. Bundesland des Beamten gestellt.

Beamte müssen nur die Restkosten zur Beihilfe über eine PKV absichern.
Dabei richtet sich die Höhe des Beihilfeanspruchs im Bund und den meisten Bundesländern nach dem Familienstand des Beamten und der Anzahl der Kinder. Ledige und verheiratete Beamte mit bis zu einem Kind erhalten zumeist 50 Prozent von der Beihilfe. In zahlreichen Bundesländern steigt dieser Anspruch mit der Geburt des zweiten Kindes auf 70 Prozent. Allerdings gibt auch Bundesländern, in denen sich die Beihilfesätze anders staffeln, wie in Hessen, Bremen und Baden-Württemberg.

Ein Beamter mit einem Beihilfeanspruch von 50 Prozent braucht über eine Private Krankenversicherung somit nur noch die restlichen 50 Prozent abzudecken, bei einem Beihilfesatz von 70 Prozent sind es sogar nur noch 30 Prozent. Dadurch fallen natürlich oftmals auch die Beträge zur PKV günstiger aus im Gegensatz zu den Tarifen für Selbständige und Freiberufler. Doch es gibt noch weitere wesentliche Unterschiede.

Unterschiede in der PKV für Selbständige, Angestellte und Beamte.
Ein bedeutender Punkt, der in diesem Zusammenhang angesprochen werden muss, ist sicherlich die Absicherung von Kindern. Gerade bei Selbständigen, Freiberuflern und Angestellten kommt es durch die Aufnahme von Kindern in die PKV oft zu hohen monatlichen Beiträgen. Anders sieht es bei Beamten aus. Hier erhalten Kindern in einem Großteil der Bundesländer und im Bund einen Beihilfeanspruch von 80 Prozent, sodass nur noch 20 Prozent über eine PKV abgesichert werden müssen. Dadurch fallen die zu entrichtenden Beiträge für Kinder bei Beamten verhältnismäßig gering aus.

In den Tarifen für Beamte sind zudem nur äußerst selten Selbstbeteiligungen zu finden, während diese bei Angestellten und Selbständigen durchaus üblich sind.

Fazit: Für wen ist eine Private Krankenversicherung geeignet?
Zusammenfassend lässt sich somit sagen, dass sich für Beamte und auch Beamtenanwärter in den meisten Fällen ein Wechsel in eine Private Krankenversicherung lohnt, während Selbständige, Freiberufler und Angestellte vor der Entscheidung für eine solche, die Vor- und Nachteile sehr genau abwägen sollten.

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